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Jana Paul über ihre Malerei

Es sind Sinnbilder eines jeweils eigenen spirituellen Ortes in mir, zu dem mich meine Reise geführt hat. Ich halte inne, um die Bilder zu malen, die zu mir kommen. Ich gehe in mein Bild, um mich zu finden und dort Kraft zu schöpfen. Kraft, das auszudrücken, was ich fühle, und diese Kraft so einzusetzen, dass sie dem Schönen und Schöpferischen dient.

Ich male am liebsten Schemen und Figuren, die noch erkennbar sind und die Intuition des Betrachters anregen. Meine Figuren finden ihre endgültige Gestalt oft erst auf der Leinwand. Sie sind Wegbereiter einer Phase in meinem Leben, die sich durch Inspiration und Intuition ankündigt. Ich setze um, was sich mir in Farbe in meinem Gefühl aufdrängt. Nicht vor meinem geistigen Auge, sondern in meinem Herzen.

Ich betone in meinem Leben nun den poetischen wie auch den mystischen Aspekt. In der Malerei, Musik, Erotik und im Tanz sind beide Seiten des Erlebens eins, wie auch im Traum. Leben ist Abenteuer und Sinnlichkeit.

Viele meiner Bilder zeigen Frauen und ihre vielseitige Gefühlswelt. Romantik, Traum, Erotik, Faszination, Sehnsucht, Leidenschaft, Macht, Unschuld, Sünde, Lebenslust, Trauer, Einsamkeit, Einheit mit der Natur, Spiel, Ernst, Schauspiel, Magie – schwebende engelhafte und auch dämonische Gestalten, die den Raum träumend ausfüllen, erdverbundene Körperwesen, die einfach nur sind und genießen, stehen den spirituellen Fabelwesen gegenüber. Diese zeigen universelle Themen – Ewiges, Transitorisches, Reisendes.

Ich möchte, dass die Kunst wieder zur Essenz zurückfindet – dass sie einfach wieder gefällt, gefallen darf, neben aller Symbolkraft und Eigenwilligkeit wieder nur einfach darstellt.